3 Wochen vegane Ernährung – ein Zwischenfazit

3 Wochen vegan

Vegan essen ist für die meisten Menschen ja viel mehr als nur Ernährung, sondern eine Lebenseinstellung, an der eine ganze Menge hängt.

Darum fühle ich mich mit dem Wort „vegan“ auch etwas unwohl – schließlich war die Entscheidung bei mir nicht um der Tiere Willen (dieser Punkt spielte beim vegetarischen Essen eine größere Rolle), denn auch wenn ich die heutige Massentierhaltung in vielerlei Hinsicht nicht gut finde, halte ich es dennoch nicht für grundsätzlich verwerflich, beispielsweise Eier zu essen.

„Vegan sein“ ist halt mehr. Und dieses „mehr“ bin ich einfach (noch) nicht.

Trotzdem esse ich nun seit 3 Wochen vegan – oder tierfrei, wie Claudia vorschlägt. Was macht das mit mir?

Frühstückstürmchen aus Haferflocken, Apfelscheiben und Kiwi
Typisches Frühstück: Haferflocken, Apfelscheiben und Kiwi

Zwischenfazit Nr. 1: So schwer ist es nicht!

Ich hatte mir ja früher schon nie vorstellen können, auf Fleisch zu verzichten. Seit letztem Herbst waren also Milch, Käse und Sahne meine letzte Bastion. Die Festung, die nicht fallen sollte.
Und so habe ich natürlich viel zu viel davon konsumiert.
Das Ende der Geschichte war unendlich viel Fett, das dann auch bei mir hängengeblieben ist. Seit dem Sommer sind etwa sieben Kilo dazugekommen … da spielt natürlich auch Weihnachten mit rein.

Tatsächlich war es aber gar nicht so schwierig für mich, nun keinen Käse mehr zu essen – und Käse kam vorher überall hinein. Es gibt ja fast kein Gericht, das nicht von Käse profitieren würde 😉
Auch der Kakao morgens fehlt mir nicht. Denn bevor ich alle Milch durch Soja-, Reis- oder Haferdrinks ersetze, lass ich es an einigen Stellen lieber.

Klar, manchmal denke ich schon an leckere Sachen, in denen tierische Produkte sind oder sehe Rezepte auf anderen Blogs, die unglaublich toll aussehen, für mich aber derzeit nicht in Frage kommen.
Aber eigentlich fehlt mir nichts. Mir geht es gut.

Zwischenfazit Nr. 2: Sport ist kein Mord!

Ich gehe wirklich gern zu Fuß, aber ansonsten habe ich keine Sportart gefunden, die mir auf Dauer zusagen würde.
Früher habe ich Volleyball gespielt, aber nach der Auflösung der Mannschaft wollte ich mir keine neue suchen.
Ich habe mal Fußball gespielt, aber eher als „Aushilfe“ – dauerhaft möchte ich das nicht im Verein.
Ich war im Fitnessstudio, aber die lange Anfahrt hat mich einfach demotiviert.
Ich bin mal joggen gegangen, aber das macht mir schlicht und ergreifend keinen Spaß.

Caro geht joggen
Das bleibt eine Ausnahme: Ich gehe joggen.

Da zum 60 Tage Programm nach Attila Hildmann aber neben Meditation (die fällt aus) eben auch Sport gehört, mache ich morgens vor dem Frühstück 15-20 Minuten Kraft- und Dehnübungen. Das macht jetzt auch nicht wahnsinnig viel Spaß, ist aber für mich die beste Alternative.

Außerdem hat die AOK neuerdings eine App, die einen für Sport belohnt. Bei 10.000 Schritten am Tag gibt es Punkte und die Punkte kann man am Ende gegen Prämien eintauschen. Da bin ich doch dabei!

Zwischenfazit Nr. 3: Abnehmen mit veganer Ernährung

Dass ich nach fast drei Wochen schon 3,5 Kilo abgenommen habe, liegt natürlich nicht an der veganen Ernährung allein.

Sport und Bewegung gehören dazu. Wir essen abends normalerweise nichts mehr, sodass die Kalorienanzahl grundsätzlich schonmal reduziert ist.
Dafür wird ausgiebig gefrühstückt und auch am Mittagessen nicht geknausert.

Obst und Gemüse gehören dazu, außerdem Hülsenfrüchte.

Da bei der veganen Ernährung kein Vitamin B12 über die Nahrung aufgenommen wird (das ist nur in tierischen Lebensmitteln enthalten und wichtig für den Körper), muss dies auf Dauer supplementiert werden, weil die Speicher irgendwann leer sind.

Insgesamt tut mir das bewusste vegane Essen gut.

Zwischenfazit Nr. 4: Bessere Haut durch vegane Ernährung

Ich habe ölige Haut und unglaublich große Poren. Das ist seit meiner Pubertät so und vermutlich nicht nur hormonell bedingt, sondern auch durch die Ernährung. Das merke ich allerdings erst jetzt.

Denn nach drei Wochen sind die Poren auf den Wangen deutlich kleiner geworden, ich sehe hier fast „normal“ aus.

Das ist echt ein Punkt, den ich in den nächsten Wochen beobachten werde, weil alles, was hier positiv wirkt, für mich persönlich ganz toll ist.

Aussicht und Relativierung

Auch wenn das erstmal alles ganz fantastisch klingt, will ich den Tag nicht vor dem Abend loben.
Aktuell greifen viele Prozesse ineinander (Sport, Ernährung mit viel Obst und Gemüse) und vegan essen heißt definitiv nicht immer automatisch auch „gesund essen“.

Gerade die Verbesserung meiner Haut und den Gewichtsverlust empfinde ich jedoch als positiv und ich fühle mich wohl.
Mir geht es mit der veganen Ernährung gut, ich habe Energie und komme meinen Zielen näher.

Wie es nach den 60 Tagen weitergeht, weiß ich noch nicht. Das wird sich zeigen …

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0 Gedanken zu “3 Wochen vegane Ernährung – ein Zwischenfazit

  1. Ein toller Zwischenbericht! Finde ich klasse, wenn du das durchziehst. Das mit der Haut kann ich mir gut vorstellen und sollte ich auch mal ausprobieren. Aber ich könnte glaube ich nicht komplett auf tierische Produkte verzichten – oder besser gesagt möchte ich es nicht 😀 Außerdem isst mein Freund fast nur Fleisch und da ist es wirklich schwer komplett drauf zu verzichten (sind natürlich alles Ausreden :D).
    Bin aber schon gespannt auf deine weiteren Berichte <3

  2. Die Ausreden hatte ich auch ganz lange und ich find es auch nicht so schlimm.
    Für mich ist es auch nur so einfach, weil mein Mann das vorgeschlagen hat und da voll hintersteht. Alleine kann ich mir das auch nicht gut vorstellen … alles getrennt kochen oder so? Nein danke 😀

  3. Ein sehr interessantes Fazit. 🙂 Aber auf Käse zu verzichten? Nein, danke. ;D Sehr gespannt bin ich auf dein endgültiges Ergebnis…debn das mit der Haut klingt wirklich vielversprechend. 🙂

    Liebe Grüße!:)

  4. Och bei mir ist es auch recht faul 😀 Klingt es so stressig? 😀 Ich versuche halt auch viel in den Tag zu packen, weil dieser und der Samstag einfach die Tage sind, an denen ich am meisten machen kann. Und Kochen ist für mich pure Entspannung 🙂
    Wie verbringt ihr denn den Sonntag?
    <3

  5. Ich habe echt großen Respekt davor, dass du das so durchziehst. Da gehört viel dazu dauerhaft zu verzichten. Ich glaube das gute daran ist, dass man viel bewusster isst. Etwas was wir alle ja schnell mal vergessen, gerade im Alltagsstress. Freut mich also zu hören, dass du gut voran kommst.
    Übrigens, dass mit dem Sport kenne ich sehr gut xD Die einzige Sportart die mir wirklich Spaß macht, ist schwimmen, aber das nächste Schwimmbad ist einfach zu weit weg… Wird Zeit für einen Führerschein 🙁
    LG Caro

  6. Wir stehen meist früh auf (zwischen sieben und acht), dann wird gefrühstückt und entweder machen wir uns dann zu Fuß auf den Weg, so für ein bis zwei Stunden.
    Mittags wird dann gekocht und ansonsten schauen wir mal einen Film oder sind am PC. Ich hab meist für den Sonntag keinen Blogpost vorbereitet, da muss ich dann auch nochmal ran … 😀

  7. Mit dem Schwimmen geb ich dir Recht! Ich bin früher auch gern mal schwimmen gegangen, aber hier in Berlin ist die Auswahl an nahgelegenen und schönen Schwimmbädern auch nicht groß. Und ich will auch nicht ewig hinfahren.
    Da freu ich mich wieder auf den Sommer, wenn wir mal zum See fahren können.

    Der Alltagsstress wollte mir tatsächlich schon ab und zu mal nen Strich durch die Rechnung machen, aber bislang geht eigentlich alles gut. Mal schauen … Noch etwa vier Wochen, dann sehen wir weiter 🙂

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