Urlaub ohne Auto #ClimatePactMovement

von Carolin

Ressourcen schonen trotz Reisen – geht das? Auch wenn ich üblicherweise ja eher kulinarisch unterwegs bin, bin ich eben auch unterwegs. Ich reise gern, mittlerweile reisen wir zu dritt. Ohne Auto. Das ist aber immer noch eher ungewöhnlich, kann aber richtig gut klappen. Und was das mit Klimarettung zu tun hat (oder haben könnte), erzähle ich euch heute im Rahmen von Katrins Blogparade “Mobilität und Klimarettung”.

Ohne Auto: Geht das nur in der Großstadt?

Abends in den Sonnenuntergang fahren
Abends in den Sonnenuntergang fahren

Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, da hat man eben mit 18 seinen Führerschein gemacht. Gefahren bin ich nie gerne, aber um fahren zu können, habe ich eben auch den Führerschein. Ein eigenes Auto hatte ich aber lange nicht. In Osnabrück, wo ich studiert habe, ging alles zu Fuß oder mit dem Bus. Auch zum Flughafen kamen wir so problemlos … auch wenn das mal bedeutet hat, den letzten Zug nach Bremen zu nehmen, am Flughafen vom “Nachtwächer” eingelassen zu werden, um morgens den ersten Flug nach London zu bekommen. Der war eh am günstigsten – und als Student ist das eh oft das ausschlaggebende Argument gewesen.

Mit dem Umzug nach Berlin 2012 hat sich ein Auto dann auch nicht gelohnt … und doch haben wir uns nach einigen Jahren dafür entschieden. Ein kleiner Toyota Aygo passte eigentlich in jede Parklücke und hat uns ein bisschen mehr Mobilität im Urlaub und für Fahrten mit Transportbedarf gebracht. Im Alltag bin ich aber eigentlich auch kaum gefahren. Selbst die Einkäufe haben wir weiterhin meist zu Fuß erledigt.

Und als 2020 ein blöder Unfall dazu führte, dass das Auto eigentlich nicht mehr zu retten war, haben wir es verkauft und nicht ersetzt. Ein Abo für den ÖPNV habe ich übrigens seit Beginn meiner Selbstständigkeit 2016 nicht mehr. Ich gehe viel zu Fuß oder kaufe mir mal ein Viererticket oder eine Tageskarte. Das ist günstiger als ein Abo und funktioniert. In der Stadt.

Tatsächlich kann man aber auch “auf dem Land” ohne Auto leben. In einigen Fällen ist es aber einfach sinnvoll, eines zu haben. Beispielsweise dann, wenn man mit den Öffis geschätzte hundert Jahre bis zur Arbeit unterwegs wäre. Oder wenn man keine Einkaufsmöglichkeit im Ort hat. Oder, oder, oder …

Als Familie ohne Auto in den Urlaub

Mit dem Zug auf Geschäftsreise
Mit dem Zug auf Geschäftsreise

Mit Kind sind wir nun seit über einem Jahr autolos unterwegs, auch in den Urlaub. In Berlin selbst ist es ohne Auto eh kein Problem. Klar, wäre es vielleicht mal praktisch, bestimmte Ziele (schneller) anfahren zu können … aber wenn man irgendwohin möchte, kommt man dort auch hin. Und wenn die Fahrt mit Fahrrad, Bus, Bahn & Co. völlig utopisch ist, ist das Ziel vielleicht auch nicht so ideal?

Schon, als wir das Auto noch hatten, sind wir oft Bahn gefahren. Und jetzt ist es eben ganz normal. Wir packen geschickt, nehmen nicht viel mit und kommen gut zurecht. Bei der Auswahl der Urlaubsorte achten wir an eine sinnvolle Verkehrsanbindung, aber eine halbe Stunde mit dem Bus weiterfahren zu müssen, ist auch kein Beinbruch.

Ist Autofahren billiger? Ist Autofahren praktischer?

Die Deutsche Bahn wird gerne kritisiert. Wegen Verspätungen, wegen hoher Preise, wegen Enge, Kälte, Hitze …

S-Bahnhof in Berlin
S-Bahnhof in Berlin

Und ja: Wir sind auch regelmäßig von Verspätungen betroffen. Aber wir haben es meist nicht schrecklich eilig. Und selbst, wenn wir mal einen Anschlusszug verpasst haben, ging das auch alles irgendwie.

Und ja: Bahntickets können – gerade für Familien – erschreckend teuer sein. Wir haben uns jetzt für die BahnCard 50 entschieden und haben ohnehin immer etwas flexibel geplant. Dann nimmt man halt mal den frühen Zug, der kostet halt nur die Hälfte. Für Weihnachten haben wir jetzt schon die Hin- und Rückfahrt gebucht, um eine günstige Verbindung zu kriegen.

Definitiv wäre das mit dem Auto flexibler. Aber teilweise wären wir länger unterwegs. Und ganz ehrlich: Bei den Spritpreisen (und denen, die noch zu erwarten sind), lohnt sich das Autofahren auch nicht immer. Ich kenne einige Leute, die jetzt vielleicht doch lieber mal das Rad (zur Arbeit) nehmen möchten. Außerdem sind wir nach einer Bahnfahrt, auch nach einer langen, fit. Denn wenn man gefahren wird, muss man die Konzentration nicht so stark aufrechterhalten.

Ohne Auto: Klimafreundlich reisen?

Beim "Little Mammut" in Berlin: 50 von 55 km geschafft (das Schild war vom 100km-Marsch)
Beim “Little Mammut” in Berlin: 50 von 55 km geschafft (das Schild war vom 100km-Marsch)

Auch wenn Katrins Blogparade unter dem Hashtag “Klima” läuft: Ob ich ohne Auto jetzt klimafreundlicher unterwegs bin, ist für mich zweitrangig. Ich bin nicht gern gefahren. Kein Auto mehr zu haben, nimmt mir Druck. Druck, fahren zu “müssen”, weil man das Auto, die Versicherung, etc. schließlich bezahlt. Druck, ständig die Straße zu checken, ob mal wieder wegen Bauarbeiten umgeparkt werden muss. Druck, bei den regelmäßigen Nachrichten von angezündeten Autos, nach dem Rechten sehen zu müssen.

Ich gehe gern zu Fuß. Ich fahre nicht so gern Fahrrad. Beim Busfahren wird mir oft schlecht (im Auto übrigens auch). Bahnfahren finde ich angenehm(er). Es passt einfach. Und wenn die Umwelt davon profitiert – oder zumindest nicht bedeutend in Mitleidenschaft gezogen wird –, ist das natürlich eine Win-Win-Situation.

Schaut gern direkt bei Katrin vorbei und klickt euch durch! Auf ihrem Blog “Hilgerlicious – Luxus ist unsere Natur” schreibt sie schöne Dinge unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit.

Und vielleicht hast du ja auch einen Blog und Lust, an der Blogparade teilzunehmen? Noch bis zum 30. Oktober ist sie geöffnet.

Oder lass mir deine Gedanken unter dem Beitrag da: Hast du ein Auto? Fährst du gern? Brauchst oder bräuchtest du eines – oder keines? Ich freue mich auf den Austausch mit dir!

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