Ernährungsumstellung: Die ersten 4 Wochen

Diät, Hungern, Verzicht … Bei dem Wort „Ernährungsumstellung“ fiel mir allerlei Unschönes ein. Das half aber alles nichts mehr, als ich vor etwa vier Wochen durch einen Arztbesuch den Entschluss gefasst habe, mich gesünder zu ernähren und abzunehmen.

Das klingt erst einmal löblich, ist aber gar nicht so einfach. Ich gehe zwar nicht mehr regelmäßig zum Sport, bewege mich aber trotzdem viel. Aber wenn man abends einfach mal einen Becher Ben & Jerry’s leert oder die Schokoladentafel dann doch viel schneller weg ist als gedacht, gibt es offenbar im Bereich der Ernährung einige Verbesserungsmöglichkeiten.

Die Lösung: Low Carb?

Nach reiflicher Überlegung und Recherche zu meinem Problem und meiner Diagnose blieb eine Ernährungsumstellung mit wenig Kohlenhydraten als beste Lösung übrig.
Ich weiß, dass Low Carb von vielen verteufelt wird, aber wenn man wie ich gerne mal eine Portion Nudeln zum Mittagessen verspeist und ansonsten Schokolade und süßes Gebäck an der Tagesordnung sind, ist das der Punkt, an dem man am besten anpacken kann.

Aber wie bekomme ich denn überhaupt eine vollständige Mahlzeit zusammen, wenn es keine Nudeln, keinen Reis und keine Kartoffeln gibt?
Was kann ich denn überhaupt noch essen, wenn ich nicht jeden Tag ein halbes Schwein mit Quark verspeisen möchte?

Auf den Salat gekommen

Ich habe also recherchiert …  mich umgeschaut … Inspiration geholt (Instagram ist dabei mein absoluter Favorit!). Ich möchte gesünder leben, dabei aber nicht darben. Vollständiger Verzicht ist keine Lösung für mich.

„Low Carb ist halt nicht No Carb.“

Mein Essen soll mir schmecken, soll mich satt machen und trotzdem gut für mich sein.
Was liegt im Sommer also näher als Salat? Ich meine damit aber keinen blöden Eisbergsalat, sondern leckere und besondere Kreationen wie den Feldsalat mit Erdbeeren.

Davon werdet ihr in Zukunft mehr hier auf meinem Blog sehen. Denn im neuen Büro (wir sind kürzlich umgezogen) gibt es keine Kochplatten, darum ist Salat nun wirklich eine klasse Mittagsalternative. Ein bisschen besonders und immer genug, um satt zu werden.

Heißhunger und Cheatdays

Wenn es ums Abnehmen geht, werden oft auch Cheatdays thematisiert: Tage, an denen man mal eine Ausnahme macht und sich doch „böse“ Lebensmittel gönnt.

Solche Tage habe ich auch, allerdings nenne ich sie nicht so. Wie oben geschrieben, will ich nicht verzichten müssen – und wenn nach einem anstrengenden Büroumzug Pizza attraktiv wirkt, gibt es halt Pizza. Wenn es bei Familienfeiern Abendbuffet gibt, wird auch abends noch was gegessen. Und wenn ich Erdbeeren mag, ess ich die auch noch nach 16 Uhr, egal, was der Fruchtzucker dann anstellt.

Was ich überraschenderweise nicht einmal bisher hatte, war Heißhunger. 
Im Supermarkt sind mir die Schokoladentafeln egal. Schokoriegel am Nachmittag – brauch ich nicht mehr.
Ich backe nach wie vor gern mal, aber dieser unbändige Drang, noch einen Keks zu essen, fehlt. Ein toller und positiver Effekt!

Und was bringts?

Abnehmen war ja das Ziel. 3,5 Kilo sind es bislang. Mag auf vier Wochen gerechnet nicht viel sein – aber immerhin passiert was.

Ich habe ein gutes Gefühl bei der Sache und mache keine Diät, sondern habe einfach meine Ernährung besser unter Kontrolle. Sollte ich demnächst mal Lust auf Schokolade haben, gibts auch welche … aber wenn nicht, dann nicht 🙂

Wenn euch das Thema Ernährungsumstellung interessiert, bringe ich gern auch Updates. Schließlich sollen noch mindestens 5 Kilo weg.

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0 Gedanken zu “Ernährungsumstellung: Die ersten 4 Wochen

  1. Sehr löblich und mega cool, dass du's durchziehst! Wünsche dir noch ganz viel Erfolg und Freude damit – wenn die Kilos purzeln, machts auch einfach Spaß! (Abgesehen davon, dass es für dich wohl auch gesundheitlich prima ist. ;))

    Liebe Grüße aus der Provinz!
    xx T

  2. Eine super Entscheidung. Hungern und irgendwelche Diäten sind doch nichts. Man soll auch noch Spaß am Essen und Leben haben! 🙂
    Wenn ich meinen Thermomix habe, werde ich auch ganz viele gesunde Gerichte ausprobieren – aber trotzdem auch damit leckere süße Rezepte ausprobieren 😛
    <3

  3. Wow Caro, das klingt doch nach einem richtig tollen Erfolgserlebnis!
    Ich bin auch eher überzeugt davon, das es mehr bringt die Ernährung umzustellen, als sich in Verzicht zu üben. Schwierig finde ich bei einer Ernährungsumstellung das dauerhafte, konsequente Beibehalten, aber wenn man schon nach einem Monat so etwas tolles geschafft hat, wie du jetzt, dann ist das sicher ein guter Ansporn. Kleine Ausnahmen müssen dabei sicher auch sein.
    Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Erfolg und kann nur sagen: Bitte mehr zum Thema!!

    Alles Liebe aus Hamburg
    Fräulein Anker

  4. Hallo liebe Caro,

    ich finde, dass 3.5 Kilo ein super Ergebnis sind. Vor allem, wenn du nicht auf alles verzichtest, was schmeckt. Ich war vor ein paar Jahren auf Kur und dort sagte man uns, dass man bei einer gesunden Ernährung mit 0,5 bis 1 KG rechnen kann. Von daher ist das also ein gutes und vor allem auch gesundes Ergebnis 🙂 Herzlichen Glückwunsch!

    Ich habe mich auch eine Zeit lang an Low Carb versucht (bzw. Lower Carb), aber ich bin einfach zu wählerisch, was mein Essen angeht 🙁 Ich komme einfach ohne Brot und Reis nicht klar… und da ich sehr viel Übergewicht habe, habe ich mich zugegebenermaßen auch ohne professionellen Rat auch nicht getraut, so viel Fett zu mir zu nehmen.
    Im Moment versuche ich einfach, Süßigkeiten zu reduzieren und meine Portionen einfach zu halbieren – FDH hat man das früher wohl genannt 😉 Bisher bin ich noch nicht allzu erfolgreich, aber nach 25 Jahren Diäten und Regulierungen bin ich das Gefühl gewöhnt. Da hilft nur eins: weiter machen und durchhalten 🙂

    ich drücke dir für die letzten Kilos ganz fest die Daumen! 🙂

    Liebe Grüße
    Sas

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