Wenn fixe Ideen sich in einen Prozess verwandeln und tatsächlich ein gutes Rezept dabei herauskommt: Ungefähr so lief es bei den albanischen Reisbällchen, Qifqi. In diesem Beitrag erkläre ich euch, wie es überhaupt zu dem Rezept gekommen ist und was ein Cakepop-Maker damit zu tun hat.
Kulinarische Weltreise: Albanien
Ich habe sie schon in den letzten Jahren auf vielen Blogs verfolgt, die Kulinarische Weltreise, die Volker von volkermampft 2018 ins Leben gerufen hat. Bei diesem Projekt geht es darum, sich gemeinsam um die Welt zu kochen.
Ich traue mich in diesem Jahr zum ersten Mal in die Runde und wir beginnen das Jahr 2026 mit Albanien. Das Land liegt in Südosteuropa und gilt als Balkanstaat. Ich selbst war noch nie dort und kann mich auch nicht erinnern, irgendwann einmal aktiv etwas Albanisches gegessen zu haben. Umso spannender war also die Suche nach einem Rezept, das zu uns passen könnte.
Die albanische Küche ist mediterran geprägt, aber regional sehr unterschiedlich. In Küstenregionen wird naturgemäß viel Fisch gegessen, ansonsten sind Lamm, Ziege oder Rind hoch im Kurs. Gemüse gibt‘s natürlich auch.
Qifqi: Albanische Reisbällchen
Mein Rezept sind albanische Reisbällchen, die Qifqi heißen. Das spricht man ungefähr „Tschit-tschii“ aus und sie kommen aus Gjirokastra, einer der ältesten Städte des Landes in Südalbanien. Seit 2025 gehört die Stadt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Grund genug, dass ich ein Rezept aus dieser Region ausprobiere.

Qifqi bestehen im Wesentlichen aus gekochtem Reis, am besten vom Vortag, Eiern und Gewürzen, vor allem Minze. In einigen Rezepten habe ich noch Feta gefunden. Vom Prinzip her funktionieren sie also ähnlich wie italienische Arancini.
Die albanischen Reisbällchen sind von Natur aus vegetarisch. Die Eier dienen der Bindung, geben aber natürlich auch Geschmack ab. Du könntest stattdessen Mehl mit etwas Wasser verquirlen, um die Bindung herzustellen, wenn du ein veganes Gericht suchst.
Qifqi-Pfanne: Meine Variante
Qifqi werden in Albanien in einer besonderen Pfanne zubereitet, die halbrunde Mulden hat. In die Pfanne gibt man etwas Öl, dann kommt die Reisballmischung hinein und wird knusprig ausgebacken.
Vielleicht kennst du diese Poffertjes-Pfannen vom Weihnachtsmarkt? Oder weißt du, wie dänische Aebleskiver* zubereitet werden? So ähnlich sehen die Qifqu-Pfannen aus. Hab ich natürlich nicht zu Hause.
Was ich aber habe, ist ein Cakepop-Maker. Der hat zwar eher kleine Mulden, ich fand die Idee aber trotzdem gar nicht so blöde und habe es einfach mal getestet.

So werden die Qifqi zwar kleiner als im Original – sie sind normalerweise etwa so groß wie eine Bulette, würde ich schätzen –, aber es funktioniert erstaunlich gut. Mit der Menge aus meinem Rezept werden 48 Reisbällchen aus der Masse.
Du kannst die Reisbällchen ansonsten auch als Bratlinge in einer „normalen“ Pfanne ausbacken. Dann solltest du etwa 16-20 Stück zubereiten können.
Zutaten für meine Qifqi
Ich habe mich für die klassischen Zutaten entschieden.
Für Qifqi brauchst du:
- gekochten Reis
- Eier
- getrocknete Minze
- Pfeffer
- Salz
- Olivenöl
Das Olivenöl ist eigentlich für die Pfanne gedacht, du kannst es aber auch in den Cakepop-Maker geben, damit die Reisbällchen darin nicht anbacken. Es gibt Geschmack ab, darum solltest du nicht aufs Öl verzichten.

Dazu reiche ich einen einfachen Joghurtdip. Geschmacklich erinnern die Qifqis dann übrigens stark an Türkische Joghurtsuppe.
Variante
Nur mit Ei und Minze fand ich den Geschmack der Qifqi etwas zu schwach. Also habe ich doch eine Variante mit Feta gemacht, die mehr „Bums“ mitgebracht hat und mir insgesamt besser gefällt.
Auf den Fotos sind die Feta-Qifqi die eher gelben. Die bräunlichen Bällchen sind die ohne Käse.
Albanische Qifqi zubereiten: So geht’s
Jetzt weißt du mehr über Qifqi als ich wusste, als ich mich für das Rezept entschieden habe. Wir können also mit dem Kochen beginnen:
Qifqi: Albanische Reisbällchen
Gang: RezeptKüche: Albanisch4
Portionen20
Minuten20
Minuten40
MinutenEinfaches Rezept für albanische Qifqi (Reisbällchen) mit getrockneter Minze. Easy gemacht im Cakepop-Maker oder in der Pfanne.
Zutaten
180 g Langkornreis
4 Eier
1 TL getrocknete Minze
1/2 TL gemahlener schwarzer Pfeffer
1/2 TL Salz
1-2 EL Olivenöl
Zubereitung
- Reis mit Wasser abspülen und nach Packungsanweisung im Topf oder Reiskocher kochen und abkühlen lassen, gerne über Nacht.
- Eier in einer Schüssel verquirlen, dann Minze, Pfeffer und Salz hinzugeben. Mit dem Reis zu einer Masse verkneten.

- Im Cakepop-Maker Olivenöl erhitzen, dann mit einem Teelöffel Reisbällchen formen, hineingeben und ausbacken.
Wiederholen, bis die gesamte Masse aufgebraucht ist.
- Mit Joghurtdip oder Ajvar servieren.
Notizen
- Als Variante kannst du auch ca. 50 g Feta mit in die Reis-Ei-Masse krümeln und gut vermischen.
- Im Cakepop-Maker reicht die Masse für ca. 48 Stück, das sollten 4 Portionen sein. Machst du die Qifqi in der Pfanne, kannst du ca. 16-20 Stück ausbacken.
Lass mich gerne wissen, wenn du das Rezept für die albanischen Qifqi ausprobiert und welche Zubereitungsvariante du gewählt hast. Ich würde mich auch über Tipps freuen, was man (außer Cakepops) noch im Cakepop-Maker zubereiten könnte – vielleicht hast du ja Ideen oder Erfahrungen?

Weitere albanische Rezepte bei der Kulinarischen Weltreise
Hier findest du noch mehr tolle Rezeptideen aus Albanien:
- Britta von Brittas Kochbuch mit Pulë me Arra – Huhn mit Walnüssen
- Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Albanischer Lammauflauf mit Joghurt und Reis – Tavë Kosi
- Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Ofenforelle auf Zwiebel-Tomaten-Gemüse – tavë tradicionale korani me qepë e domate
- Susanne von magentratzerl mit Jani me Fasule – Albanische Bohnensuppe
Und wenn du dir das Rezept merken möchtest, kannst du dieses Bild auf Pinterest abspeichern:


Deine Bällchen gefallen mir sehr gut! Ich habe zwar keinen Cakepop-Maker, aber hier steht noch eine Augenpfanne – vielleicht probiere ich es damit mal. Danke fürs interessante Rezept!
Vielen Dank, liebe Petra!
Ja, eine Augenpfanne wäre sicherlich ideal dafür! Die Bällchen sind so auch etwas klein geraten – nette Snacks, aber nicht so ansprechend als „echte“ Mahlzeit 😉