Risotto wird im Allgemeinen als schweres Gericht bezeichnet: Man müsse ständig aufpassen und umrühren. Das stimmt zwar, denn ganz alleine vor sich hin köcheln lassen, sollte man Risotto nicht. Mein Tomatenrisotto ist trotzdem eigentlich einfach zu machen und auch für Risotto-Neulinge absolut praktikabel.
Risotto: Das musst du wissen
Ich mache wirklich gerne Risotto und vor Kurzem haben wir ein tolles Rezept für Tomatenrisotto ausprobiert – hier mit Hähnchen. Risotto ist ein italienisches Reisgericht, für das du Mittelkornreis (am besten bekommst du hier die Sorte Arborio) verwenden solltest. Mittelkornreis liegt also zwischen Lang- und Rundkornreis und ist für die gewünschte Konsistenz „al dente“ optimal.
Risotto ist ein Klassiker der norditalienischen Küche. Meine Variante mit Tomaten ist nicht unbedingt typisch italienisch, aber total lecker!
Wichtig ist beim Risotto tatsächlich, dass du während des Kochvorgangs möglichst in der Nähe bleibst. Da die Gemüsebrühe immer einkochen muss und dann nachgegeben wird (und du regelmäßig umrühren musst), ist das Tomatenrisotto kein Gericht, das sich komplett alleine kocht. In der Zeit kannst du aber trotzdem schon Beilagen oder einen Salat zubereiten oder schon einmal den Geschirrspüler vollräumen. Du musst keineswegs die Hand ständig am Topf haben. Schließlich gart das Tomatenrisotto bei eher niedriger Temperatur.
Zutaten für mein Tomatenrisotto
Um das Tomatenrisotto zuzubereiten, brauchst du diese Zutaten:
- Schalotte
- Knoblauch
- Olivenöl (zum Andünsten)
- Risottoreis
- Weißwein (zum Ablöschen)
- passierte Tomaten
- Gemüsebrühe (zum Auffüllen und Köcheln)
- Crème Fraîche (für die Cremigkeit)
- Parmesan oder einen anderen Hartkäse
Am Ende wird dann mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.
Ich habe zum Risotto gebratene Hähnchenbrust serviert. Du könntest, damit das Gericht reichhaltiger ist, aber auch auf eine fleischlose Beilage setzen. Tempeh oder Räuchertofu könnte ich mir zum Beispiel gut vorstellen.
Ideen für weitere Risotto-Varianten
Risotto ist gerade in Norditalien total typisch und lecker. In Turin habe ich mal „Risotto alla Milanese“ gegessen, also mit Safran. Und auch hier in Deutschland gibt es ja in vielen Feinkostläden Risotto-Kochmischungen. Tatsächlich geht es aber ganz einfach, auch wenn du es komplett selber machst.
Risotto schmeckt auch so gut:
- Mit gebratenen Pilzen oder Zucchini
- Mit Kürbispüree statt passierten Tomaten
- Mit karamellisierten Zwiebeln
- Mit Spinat und getrockneten Tomaten
- Mit einer leichten Zitronennote
In all diesen Fällen lässt du die passierten Tomaten weg. Auch die Crème Fraîche kannst du herauslassen, die gehört nämlich auch nicht ins Original. Da macht Parmesan die ganze „Arbeit“.
Übrig gebliebenes Risotto kannst du wunderbar zu Arancini verarbeiten.
Tomatenrisotto-Rezept zum Nachkochen
Und so einfach geht es: Du brauchst einen Topf und etwa eine halbe Stunde Zeit. Dann steht in Kürze ein tolles Tomatenrisotto auf dem Tisch!
Tomatenrisotto: Einfaches Rezept
Gang: Italien, RezeptKüche: Italienisch4
Portionen10
Minuten25
Minuten35
MinutenZutaten
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
300 g Risottoreis (z. B. Arborio)
200 ml Weißwein (trocken)
250 ml passierte Tomaten
600 ml Gemüsebrühe oder Fond
2 EL Crème Fraîche
50 g geriebener Parmesan oder anderer Hartkäse
Salz
Pfeffer
Zubereitung
- Schalotte und Knoblauch abziehen und fein würfeln.
- Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Schalotte und den Knoblauch 1-2 Minuten andünsten.
- Reis hinzufügen und ebenfalls 1-2 Minuten mitdünsten dann mit Weißwein ablöschen und bei schwacher Hitze unter Rühren einkochen lassen.
- Passierte Tomaten unterrühren und mit Brühe so aufgießen, dass der Reis gerade bedeckt ist.
- Bei schwacher Hitze weiter einkochen lassen und gelegentlich umrühren. Brühe immer nachgießen, wenn der Reis „freigelegt“ wird und den Reis so bissfest garen (ca. 20 Minuten).
- Topf vom Herd nehmen und die Crème fraîche und den geriebenen Parmesan unter das Risotto heben.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Falls dir das Rezept gefällt oder du Fragen hast, lass mir gerne einen Kommentar unter dem Artikel da.
