Zukunft ist Vergangenheit

Lässt einen die Vergangenheit jemals los?
Im Alltag denkt man an viele Dinge gar nicht. Vergangenes wird unter neuen Eindrücken und scheinbar wichtigeren Erinnerungen vergraben. Bei der Recherche für ein spezielles Projekt bin ich bei alten Fotos gelandet, habe mich durch Facebook geklickt und Profile von Menschen angeschaut, an die ich seit teils vier Jahren nicht gedacht habe. Auch wenn wir uns aus den Augen verloren haben (und das teils wohl ganz bewusst), gibt es doch Momente, in denen mich interessiert, was aus diesen Menschen geworden ist. Sind sie glücklich? Haben sie sich sehr verändert? Wie wäre es, sich jetzt wiederzusehen?
Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr denke ich, dass einige Leute einfach in der Vergangenheit bleiben sollten. Gewisse Erinnerungen und Erlebnisse kann man nach dieser Zeit und auch nach diesen Veränderungen im eigenen Leben nicht mehr aufleben lassen.
Trotzdem verschwindet diese Zeit nie ganz in uns und manchmal ist es schön, in Erinnerungen zu schwelgen. Manchmal möchte man diesen Leuten etwas sagen, mit auf den Weg geben. Und doch ist es manchmal besser, das nicht zu tun.
Zukunft ist Vergangenheit? Nein. Vergangenheit ist Zukunft. Denn alles, was wir erleben, macht uns zu dem Menschen, der wir heute sind. Und ein Erlebnis von heute kann unser Ich von morgen ändern.
Morgen gehts aber wieder ab in die Küche.

0 Gedanken zu “Zukunft ist Vergangenheit

  1. Hi 🙂

    Danke für deinen lieben Kommentar. Ja, manche Menschen sollten in der Vergangenheit bleiben. Da kenne ich auch ein paar, aber manchmal bin ich schon neugierig, was aus ihnen geworden ist.

    Liebe Grüße, Tenzi

  2. Ich denke besonders jetzt, wo es etwas kälter wird und man irgendwie mehr Zeit für sich selbst hat, fallen einem diese Schatten aus der Vergangenheit ein. Manchmal ist einem nicht mehr soo genau klar wie der Kontakt abgebrochen ist.
    Aber meist ist es einfach wirklich so: Wer es wert ist mit mir in der Gegenwart verbandelt zu sein, hat es sich wohl irgendwie erarbeitet.
    Obwohl man immer, wie du auch schön geschrieben hast, dankbar dafür sein soll. Durch viele Begebenheiten wird man erst der Mensch, der man heute ist.
    Es gibt z.B. einige Menschen, die mir geholfen haben aus meinem kleinen Panzer rauszukommen. Ich war früher schüchtern und eher introvertier. Heute würde mir das keiner meiner Kollgen glauben. Besonders habe ich den Beruf des Vertrieblers gewählt, das krasse Gegenteil. Dies verdanke ich den Menschen, habe aber keinen Kontakt mehr, bin aber dankbar, dass ich so werden durfte wie ich bin. :3

    Ich wünsche dir einen gechillten Sonntag!
    Liebe Grüße, Isa

  3. Stimmt, bei manchen Leuten läuft der Kontakt einfach so aus … es gibt keine Anknüpfungspunkte mehr und irgendwann ist es halt "vorbei".

    Bei mir ist es aber auch so gewesen: Ich war früher sehr ruhig, sehr schüchtern und habe gerade während des Studiums viele Leute kennengelernt, die mir mehr Selbstbewusstsein gegeben haben. Tja … ich bin noch hier, sie irgendwo 😉

  4. Hey vielen dank erstmal für den Kommentar ♥ Ich habe tatsächlich eine Puder-Empfehlung geschrieben und es würde mich freuen, wenn sie dir weiterhelfen würde.:)
    Bezüglich dessen, was du schreibst, würde ich mich dem Kommentar von Isa anschließen. Es ist Herbst, man verbringt mehr Zeit drinnen und die Menschen, die noch bei einem sind, haben es verdient 🙂 Alte Fotos wecken in der Tat unglaublich viele Erinnerungen, aber ich bin der Überzeugung, dass man sich immer an die positiven Erinnerungen halten sollte 🙂 (Habe auch irgendwo mal gelesen, dass diese ohnehin besser gespeichert werden ;D na denn!)

  5. Hey! Danke für die lieben Glückwünsche. 😉
    Du hast Recht. Manches sollte in der Vergangenheit bleiben. Es gibt Erinnerungen, die will man vergessen und wiederum andere sind schön, wenn man sie nicht vergisst und mitnehmen kann. 😉

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