Was sind Lupinelle? Was sind Lupine? Und wie schmecken die?

Lupinelle aus Lupinenmehl

Ich habe vor einer Weile mal bei Allyouneedfresh bestellt. Vom Foodblogday in Berlin hatte ich noch einen Gutschein – und weil ich nicht gerne Versandkosten zahle, habe ich dann den Warenkorb noch ordentlich aufgefüllt. Dabei sind mir auch die Lupinelle von Kornkreis (350g für 4,29€) in den Warenkorb gewandert.

Preislich definitiv so, dass ich das normalerweise nicht für Pasta bezahlen würde.
Aber die Lupinelle sind bio, vegan, kommen aus Deutschland und werden aus Lupinenmehl und Dinkelmehl aus der Sorte „Oberkulmer Rotkorn“ hergestellt. Dabei enhalten die Lupinelle 80% Dinkelmehl und 20% Lupinenmehl.

Was sind Lupine?

Lupine sind Pflanzen. Sie werden auch Wolfsbohnen genannt und sind mit Erbsen oder Kichererbsen verwandt.
In Lupinensamen ist offenbar hochwertiges Eiweiß enthalten, das Lupine zu beliebten Proteinlieferanten macht. In Produkten mit Lupinen nutzt man ebendiese Samen.

Die ursprünglich giftigen Stoffe der Bitterlupine wurden mittlerweile herausgezüchtet, sodass die Süßlupine ein guter Eiweißlieferant ist. Gerade dadurch können aber auch Allergien entstehen.

Über Lupine findet sich im Internet noch nicht allzuviel. Die meisten Artikel dazu sind sehr widersprüchlich. Lupine werden als ungesund oder gar giftig bezeichnet oder als Eiweißlieferanten und Gesundmacher gelobt.
Ich gehe davon aus, dass der Verzehr in Maßen in Ordnung geht.

Die Nudeln mit Lupinenmehl sind deutlich dunkler als Hartweizengrießnudeln, aber auch als normale Vollkornnudeln. Das kommt vermutlich durch den Dinkel.

Nudeln aus Lupinenmehl Lupine

Kochen mit Lupinelle

Meine erste Erfahrung mit den Lupinelle war eigentlich gar keine, denn nachdem mein Mann und ich die Packung geöffnet hatten, ist uns der Appetit vergangen: Die Nudeln riechen nach Knete.
Du erinnerst dich an die Play-Doh-Knete? So riechen die Lupinennudeln.

Erst einige Wochen später sind mir die Nudeln im Schrank wieder begegnet und ich wollte die Herausforderung (und keine neue Packung Nudeln aufmachen).
Der Knetgeruch war immer noch omnipräsent, der hat sich aber nach dem Kochen der Nudeln gelegt. Sie schmecken trotzdem recht kräftig – ganz anders als beispielsweise Vollkornnudeln. Das scheint vor allem der Dinkel zu sein, denn bei „nur“ 20% Lupinenmehl kann ich mir kaum vorstellen, dass hier ein dominanter Geschmack rüberkommt?

Ich würde zu den Lupinelle eine kräftige Soße empfehlen – Sahne- oder Frischkäsebasis hat mir nicht so gut gefallen, das hat einfach nicht gepasst. Bolognese dürfte gehen.

Lupinelle von Kornkreis

Leider gibt es auf der Verpackung keine Nährwertangaben. Das Verhältnis von 80% Dinkelmehl zu 20% Lupinenmehl brauchte einiges an Recherche – aber mehr weiß ich darüber nicht.

Vergleichbare Produkte gibt es auch aus der Reihe Made with Luve von Prolupin.

Fazit: Kann man mal machen

Die Lupinelle mögen durch den höheren Eiweißgehalt ganz nett sein, aber der hohe Preis und der gewöhnungsbedürftige Geschmack werden mich wohl von einem erneuten Kauf abhalten. Ausprobieren hat sich jedenfalls gelohnt und den Rest der Packung krieg ich auch noch leer. Das wars aber dann!

Hast du schon „ungewöhnliche“ Nudelsorten ausprobiert?

4 Gedanken zu “Was sind Lupinelle? Was sind Lupine? Und wie schmecken die?

  1. Von denen habe ich bisher auch noch nichts gehört. 😉
    Weiß nicht, wie wichtig mir der erhöhte Eiweißgehalt ist, wenn ich lese, dass eben dieser auch allergiefördernd ist… ^^“
    Klingt ja auch so, als hätte ich da nicht wirklich was verpasst.

    Liebe Grüße ♥

    1. Na ja, so pauschal verteufeln sollte man das mit den Allergien nicht, das scheint mehrere Hülsenfrüchte zu betreffen und auch ein paar andere „normale“ Lebensmittel. Aber du hast Rest: DEN Mega-Vorteil bringen die Lupinelle vermutlich nicht 😉

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