Käsekuchen-Kekse oder: Rezepte abwandeln – geht das?

Käsekuchen-Kekse

Als Blogger hat man es nicht immer leicht. Das habe ich erst vor zwei Wochen beim Bloggerstammtisch wieder festgestellt. Die meisten von uns sind nämlich Hobbyköche und -bäcker, haben nichts dergleichen gelernt und probieren uns mal so durch.

Häufige Fragen unter Blogposts

Kommentare unter Blogposts sind zwar selten geworden, aber Fragen tauchen offenbar vor allem beim Nachkochen oder -backen auf – wenn man nämlich feststellt, dass man entweder die Hälfte der benötigten Zutaten gar nicht hat (oder kaufen kann/will) oder eine Unverträglichkeit hat bzw. aus anderen Gründen diverse Lebensmittel nicht isst.

Oft erhalten Blogger also Fragen wie: „Kann ich die Sahne auch durch Sojasahne ersetzen?„, „Kann ich statt Gouda auch Cheddar nehmen?“ oder „Kann ich statt Nüssen Leinsamen nehmen, statt Milch Wasser und statt Schokolade Kakaopulver?

Während das Austauschen einer Zutat bei manchen Rezepten schon für ein Fiasko sorgen kann, kreieren einige Leser durch ihre „Ersatzfragen“ völlig neue – und fantastische – Rezepte. Und als Blogger und eben Laie kann man meist gar nicht abschätzen, ob das Rezept so noch funktionieren könnte.

Öl statt Butter – darunter kann die Konsistenz von Backwaren stark leiden, denn nicht immer verbindet sich der Teig dann gut.

Hafermilch oder Sojamilch statt Milch – geht meistens gut, schmeckt aber prinzipiell etwas anders. Fällt teils aber nicht mal auf.

Apfelmus oder Leinsamen statt Ei – die Dosierung ist wichtig und auch hier: klappt nicht immer, z.B. bei Rührei 😉

Öfter mal was wagen

Darum gönne ich mir immer auch mal Experimente – denn schließlich kann es ja sein, dass Rezepte mit anderen Zutaten richtig toll werden. Manchmal geht sowas natürlich auch voll in die Hose – aber dann weiß ich zumindest, dass es daran liegt, dass ich mich nicht ans Rezept gehalten habe.

Probieren geht über studieren.

Wo es richtig gut funktioniert hat, war bei diesen Zitronen Käsekuchen Cookies von Marc von Bake to the Roots. Bei sind es einfach Käsekuchen-Kekse.
Ich hatte nicht mehr genug Frischkäse zu Hause, kein 405er-Mehl und auch keinen Vanilleextrakt. Dafür aber Quark, Dinkelmehl + Speisestärke und Vanillepaste. Außerdem habe ich noch etwas Zitronensaft in den Cookieteig gegeben, weil er mir zu mehlig geschmeckt hat. Und ich habe die Cookies auf Umluft statt bei Ober- und Unterhitze gebacken – allerdings deswegen, weil ich es einfach zu spät gelesen habe.

Käsekuchen-Kekse

Und siehe da: Die Cookies sind fest geworden und schmecken super. Natürlich weiß ich nicht, ob sie genau so schmecken, wie sie sollen. Aber sie sind echt lecker!

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Zitronen Käsekuchen Cookies
Käsekuchen-Kekse
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 10 Minuten
Portionen
Cookies
Zutaten
  • 130 g Magerquark
  • 60 g Butter zimmerwarm
  • 130 g Rohrohrzucker
  • 1 Ei Größe M
  • 1 TL Vanillepaste
  • 100 g Dinkelmehl 630er
  • 60 g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 1 Zitrone Bio
Vorbereitung 10 Minuten
Kochzeit 10 Minuten
Portionen
Cookies
Zutaten
  • 130 g Magerquark
  • 60 g Butter zimmerwarm
  • 130 g Rohrohrzucker
  • 1 Ei Größe M
  • 1 TL Vanillepaste
  • 100 g Dinkelmehl 630er
  • 60 g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 1 Zitrone Bio
Käsekuchen-Kekse
Anleitungen
  1. Den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen.
  2. Quark mit Butter cremig schlagen. Dann den Zucker unterrühren.
  3. Das Ei und die Vanillepaste hinzugeben und gut unterrühren.
  4. Die Schale der Zitrone fein abreiben und eine halbe Zitrone auspressen.
  5. Mehl mit Speisestärke, Backpulver und Salz mischen. Den Zitronenabrieb ebenfalls unterheben und alles zu den flüssigen Komponenten geben. Schnell und vorsichtig unterheben.
  6. Mit Zitronensaft abschmecken und kleine Teighaufen auf ein Backblech mit Backpapier setzen.
  7. Etwa 10 Minuten backen, die Cookies sollten nicht braun werden, sondern noch hell bleiben.
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Meine Käsekuchen-Kekse sind etwas groß geworden, ich würde also davon abraten, einen Eisportionierer zu nehmen, sondern lieber kleinere Cookie-Häufchen aufs Backblech setzen. Das geht auch mit Teelöffeln super!

Mein Appell also: Probier ruhig einfach mal aus, ob man Produkte ersetzen kann. Manchmal braucht es etwas mehr Kreativität, aber bei vielen Rezepten kann man sich austoben. Den Blogger bzw. Autor zu fragen, ob man eine Zutat ersetzen kann, ist aber häufig nicht zielführend. Wir haben es nämlich auch nicht ausprobiert (sonst hätten wir es bestimmt schon geschrieben) und können auch nur mutmaßen. Also: Nur Mut!

Diese Croissantknödel waren beispielsweise improvisiert, aber auch bei süßen Sachen wie dem Low-Carb-Quarkauflauf kann man sich einfach mal ausprobieren.

Hier hole ich mir immer mal wieder Inspirationen, wenn ich unsicher bin:

Ersatzprodukt richtig dosieren

Für Veganer bzw. vegane Essensalternativen schaue ich gerne bei Backen macht glücklich vorbei und gucke mal, worauf ich beim Ersetzen achten muss.

Wenn es um Zutaten für amerikanische Rezepte geht, hilft USA kulinarisch immer weiter.

Katja kocht oft Japanisch und gibt hier oft auch Tipps zum Ersetzen von Zutaten, die man in Deutschland nicht so einfach bekommt.

Käsekuchen-Kekse

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