Wie ich für den Blog fotografiere – meine Kamera(s)

Foodfotografie Kameras

„Handyfotos auf dem Blog sind ein absolutes No-Go!“

In Tipps für bessere Fotos auf dem Blog steht dieser Satz regelmäßig an erster Stelle.
Warum ich von solchen Vorschriften gar nichts halte und lange Zeit nur mit dem Smartphone fotografiert habe, erkläre ich dir heute.

Ich fotografiere unheimlich gerne, bin aber bei weitem nicht so begabt oder ehrgeizig wie viele andere Blogger. Bei vielen Bloggern erkennt man direkt am Bild, von wem das Foto ist – bei Anne von Frisch Verliebt zum Beispiel – oder bei Steph von Kleiner Kuriositätenladen. Das ist bei mir bestimmt noch nicht der Fall, weil ich meinen eigenen Stil noch nicht gefunden habe. Ich schaue gern auf anderen Blogs und bei Pinterest, ob ich mir für ein bestimmtes Gericht etwas abgucken kann.

Blogfotos mit dem Handy machen

Bislang habe ich fast ausschließlich mit meinem iPhone 5s fotografiert, wenn es um Blogfotos geht. Das iPhone hat eine ganz gute Kamera und macht bei anständigem Licht durchaus brauchbare Fotos. Mit Apps wie Snapseed oder am Computer mit Lightroom oder Photoshop (da kann ich aber echt nur Grundlagen – da muss ich mich unbedingt reinfuchsen!) lässt sich dann noch einiges rausholen. iPhone5s

Klar, ich bin nicht mit allen Bildern zufrieden und tatsächlich schaffen es auch bei mir nicht alle Fotos und Gerichte auf den Blog, sondern müssen auf ein neues Fotoshooting warten.

Aber ich bin eben weder besonders talentiert noch besonders ehrgeizig, sodass meine Latte nicht so hoch hängt wie bei anderen Bloggern.Und das sieht man auch.

Das ist für mich in Ordnung, aber trotzdem gibt es mir manchmal einen Stich. Manchmal will ich nämlich, aber ich kann nicht. Ein iPhone kann halt nicht alles, was eine „richtige“ Kamera kann.

Geld sparen oder Profi-Kamera kaufen?

Als ich noch angestellt war, habe ich mir einmal eine digitale Spiegelreflexkamera von Canon aus dem Büro ausleihen dürfen. Bitte frag mich nicht nach dem Modell – ich erinnere mich nicht. Ich habe mit der Kamera definitiv einige Gerichte für den Blog fotografiert – kann mich aber beim besten Willen nicht daran erinnern, welche es waren. Ich kann es im Nachhinein nicht einmal mehr an den Fotos erkennen …

Daran sieht man, dass auch die beste Kamera nichts nützt, wenn der Person hinter der Kamera sowohl Kenntnisse als auch Fähigkeiten fehlen.

Ich konnte die Kamera auch schlicht und ergreifend nicht besonders gut bedienen. Und auch wenn ich das berühmte 50mm-Foodblogger-Objektiv nicht hatte: Von ganz allein hätte das auch keine tollen Bilder gemacht. Da braucht es eben etwas mehr.

Für mich hat sich der hohe Preis von DSLR-Kameras bislang einfach nicht rentiert. Denn ich muss nicht nur die Kamera kaufen, sondern womöglich auch Objektive, Stative und weiteren Spaß … und muss dann noch lernen, wie ich das alles benutze. Die integrierte Handykamera war für mich also optimal, weil ich dafür kein Geld ausgeben musste (sie ist ja schon „da“), und weil die Qualität meinen Ansprüchen zumeist genügte. Mittlerweile will aber sogar ich etwas mehr.

Die Grenzen von Handykameras

Die meisten Smartphonekameras sind mittlerweile echt gut und tausend Mal besser als die ersten Digitalkameras, die ich so hatte. Und solange die Lichtverhältnisse und das Setting stimmen, sind sie auch ganz brauchbar. Aber manchmal kommen die Farben nicht so raus, wie ich es mir wünsche. Die Hintergrundunschärfe – die mir optisch wirklich gut gefällt und die beim Fotografieren Einiges erleichert – macht sie nicht von selbst, da muss man nacharbeiten.

Im Winter oder bei schlechtem Wetter ist alles eher verrauscht … Manchmal wünsche ich mir dann doch, mehr einstellen zu können, um die Fotos nach meinem „Bild im Kopf“ zu gestalten.

Ich besitze tatsächlich auch eine „normale“ Kompaktkamera, die Canon Power Shot SX130 IS*. Die ist in Ordnung und war 2011, als ich sie gekauft habe, für mich wahrer Luxus und hat deutlich besser fotografiert als mein altes Modell. Aber in die Funktionen habe ich mich nie wirklich eingearbeitet, das Fotografieren damit macht mir nicht besonders großen Spaß. Und tatsächlich habe ich im Schottland-Urlaub festgestellt, dass sie Farben teilweise noch deutlich schlechter abbildet als mein Handy. Für dieses Jahr wollte ich also mehr.

Canon PowerShot SX130IS
Meine Canon PowerShot SX130IS – 2011 mit meinem Geld vom Praktikum in Spanien bezahlt und damals stolz wie Bolle!

Welche Kamera will ich – welche Kamera brauche ich?

Fangen wir doch mal hier an: Die Fotos, die ich mache, müssen nicht für Hochglanzmagazine gemacht werden. Ich möchte mein Essen aussagekräftig fotografieren, meine Reisen dokumentieren und (so) auch beruflich gutes Bildmaterial besitzen und nutzen können, denn letztlich ist auch das Bloggen Teil meiner Selbstständigkeit. Ich biete aber keine Fotoshootings an, ich bin keine Fotografin und plane das auch für die Zukunft nicht.

Bleiben wir mal auf dem Boden der Tatsachen.

Und darum brauche ich auch keine Profikamera. Ich will auch keine Kamera, die mich so viel kostet wie ein Kleinwagen. Das ist es mir einfach nicht wert. Ich habe in den letzten Jahren fast ausschließlich mit dem Handy fotografiert, war damit zufrieden, und weiß nun, dass hier noch mehr geht. Ich weiß aber auch, dass ich eine wirklich große Kamera nicht schätzen könnte.

Vor allem deswegen, weil sie nicht nur Zuhause Blogfotos schießen soll, sondern auch unterwegs mitkommen muss. Und da wir viel wandern und teils ausschließlich zu Fuß und mit Zelt unterwegs sind, möchte ich einfach keine zusätzlichen 3-4 Kilo an Kamera, Objektiven und Stativen mitschleppen. Den Platz hat mein Rucksack auch gar nicht. Also muss irgendwie eine bezahlbare Zwischenlösung her …

Systemkamera als Mittelding

Sony Alpha 6000

Ich habe mich nun für eine Systemkamera, die Sony Alpha 6000*, entschieden. Hier kann ich das Objektiv wechseln und dadurch auch etwas mehr entscheiden, wie ich meine Fotos gestalten möchte. Ich kann sie aber auch transportieren, weil sie im Vergleich zu einer DSLR-Kamera klein und leicht ist.(Im Vergleich zu meinem Handy und der Kompaktkamera allerdings ein schwerer Klotz!)

Die Bewertungen waren gut – und im Vergleich mit anderen Kameras (vor allem mit den doppelt so teuren Nachfolgemodellen) hat sie mich auf den ersten Blick überzeugt.

Sony Alpha 6000
Meine Neue und ich

Nun muss sich zeigen, ob es die richtige Entscheidung war. Denn hoffentlich bin ich ehrgeizig genug, mich in all ihre Funktionen einzuarbeiten, um das Beste rauszuholen!

Der Langzeittest wird es zeigen …

Jetzt bin ich aber neugierig:

Welche Kamera hast du und wofür nutzt du sie? Hast du unterschiedliche Kameras für unterschiedliche Funktionen? Und was hältst du von Handybildern auf Blogs?

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4 Gedanken zu “Wie ich für den Blog fotografiere – meine Kamera(s)

  1. Ich habe unabhängig vom Foodblog eine Spiegelreflex – einfach weil ich gerne fotografiere und ich damit mehr Möglichkeiten habe als mit einer Kompaktkamera. Obwohl ich sagen muss, dass die „Kleinen“ und auch die Bridge-Kameras heut echt gut sind. Wenn wir unterwegs sind, haben wir immer auch eine Kompaktkamera mit. Aich, um mal schnell „aus der Hüfte“ zu fotografieren.
    Mittlerweile mache ich auch viele Bilder, sehr viele Bilder sogar, mit dem Smartphone. Zu 98% sind meine Instagrambilder mit dem Smartphone fotografiert. Zum Bearbeiten, also zB. um Text reinzuschreiben, nutze ich Snapseed. Am PC habe ich Photoshop – und hab da auch nur ganz banale einfache Grundkenntnisse 🙂 Wobei ich hier eine Menge Bücher habe dafür und mehr daraus machen könnte, wenn ich sie denn lesen würde 😉

    Es gibt Smartphones, die machen echt gute Bilder und wer will, soll diese ruhig für seine Blogbeiträge verwenden. Bisher habe ich das einmal gemacht und sehe immer wieder bei mir, wie unterschiedlich doch die Bildqualität ist. Das ist aber eher dem alten Handy geschuldet.

    Ich bin gespannt auf deinen Langzeittest. Bisher habe ich immer nur Gutes von den Systemkameras gehört.

    Liebe Grüße, Franzi

    1. Vielen Dank, liebe Franzi, für deinen ausführlichen Kommentar, obwohl der alte „gefressen“ wurde!

      Ich wollte immer eine Spiegelreflex. Meine Eltern haben eine analoge, mit der ich auch als Kind und Jugendliche immer mal fotografieren durfte … und immer mehr hab ich festgestellt, dass sie aktuell nicht das Richtige für mich wäre.

      Snapseed finde ich für Handyfotos auch echt toll, damit bearbeite ich sehr gerne und finde, dass man damit total viel – eben auch aus Handybildern – rausholen kann! Und am PC benutze ich auch eher Photoshop als Lightroom, obwohl ich mich da vielleicht auch mal reinarbeiten könnte? Die Literatur fehlt mir noch, aber ich fand ja erst an 😉

      Und du hast Recht: Die Qualität von Smartphonefotos ist doch sehr unterschiedlich … kann gut oder brauchbar sein, muss aber nicht.

      Wie’s läuft, werden wir sehen. Ich lass es dich wissen 🙂

      Liebe Grüße zurück!

  2. Liebe Caro,
    wie du weißt habe ich eine Spiegelreflexkamera. Eine Nikon D3200. Die ist zwar schon mindestens drei Jahre alt, aber ich LIEBE sie über alles. Meine Schwester hat noch das Vorgängermodell Nikon D3000 und wenn ich in der Heimat bin schleppe ich meistens meine Kamera trotzdem mit, weil ich meine einfach besser kenne 🙂
    Kann aber auch deine Wahl verstehen, für deine Vorhaben ist so eine kleinere Kamera viel besser! Bin schhon gespannt auf deine Bilder!:)

    Liebste Grüße
    Sarah

    1. Dass du eine Nikon hast, finde ich ja eh spannend – die meisten sind irgendwie doch mit Canon unterwegs. So eine hatte ich ja auch hier, fand sie aber nicht so intuitiv … jetzt eben Sony.
      Aber sobald man seine Kamera kennt, ist ja alles andere egal 😉

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