Fotogeschirr oder: Die Blogger-Krankheit

Blogger Geschirr

Wir Blogger sind doch in der Tat ein komisches Völkchen!

„Normale“ Menschen besitzen ein paar zusammenpassende Teller und mit ein wenig Glück gibt es noch passende Kuchenteller, Schüsseln oder Tassen und Untertassen.
Bei uns – um ehrlich zu sein – gab es einmal sechs blaue Teller, die ich beim Auszug von meinen Eltern mitnehmen durfte. Beim Umzug in unsere richtige eigene Wohnung gab es dann ein Service mit sechs weißen Tellern und passenden Kuchentellern dazu.

Mein buntes Sammelsurium

Das erste Besteck kam von IKEA (das billige mit den dreizinkigen Gabeln) und auch hier gab es erst später das „Upgrade“.
Tassen sammelten sich halt so an, genau so wie Gläser. Mehrere gleiche waren hier eher Zufall und das war uns auch völlig egal.

Gab es besondere Anlässe, konnten wir ja immer noch das Verlobungsservice meiner Großeltern, das sie uns geschenkt haben, rausholen. Hier gibt es sogar zwölf Kuchenteller und passende Tassen, dazu tatsächlich eine Kaffeekanne!

Normales Alltagsgeschirr

Meine Anfänge als Blogger

Gebloggt habe ich ja schon seit 2010 und hier immer mal mein Essen fotografiert. Da reichten die blauen Teller aus – das Essen war eh nicht so ansehnlich und bei Kuchen war dann auch ein weißer Teller ok. Die Bildqualität war eh mies, aber darum gings ja nicht.

Mit Caros Küche hat es dann ähnlich angefangen, aber je mehr andere Blogs ich gesehen habe, desto mehr wollte ich das auch: Schöne Fotos. Schönes Essen.
Und die meisten Speisen sehen auf Weiß oder Blau nicht fantastisch aus. Und unsere Schüsseln waren auch nicht ideal – siehst du ja oben.

Da hilft ja nur eins: Einkaufen.

Besondere Teller und Schüsseln finden

 

Jäger und Sammler

Denn letztlich sind wir Foodblogger doch vor allem eins: Jäger und Sammler. Da wird auf dem Flohmarkt geschaut, bei Mutti abgestaubt und jeder Dekoladen ganz genau beäugt.

Um besondere Teller, Schüsseln oder Gabeln zu finden, ziehen wir alle Register und keine Kosten werden gescheut.
Dabei steht das entsprechende „Fotogeschirr“ normalerweise im Schrank. Bloß nicht jeden Tag davon essen, damit keine Gebrauchsspuren entstehen!

Zusätzlich brauchen wir Blogger noch Etiketten, Wimpel, Stohhalme und alles, was sonst noch so hüsch aussehen könnte.

Könnte, wohlgemerkt.

Denn viele dieser Gegenstände liegen bereits seit Wochen oder Monaten in meinem Schrank und werden nicht genutzt. Der Klassiker.

Kleine Deko-Besonderheiten

Aber irgendwie macht es ja auch Spaß, das Suchen und Horten.

Flohmärkte sind übrigens nur bedingt meins – es ist nämlich verdammt schwierig, nur ein oder zwei Löffelchen zu bekommen, am liebsten wollen die Verkäufer ja ihr 120-teiliges Service komplett verkaufen.

Ich gehe gern zu Nanu Nana, die haben mittlerweile tolle Utensilien im Küchenbereich. Außerdem ist TK Maxx immer für eine Überraschung gut.

Wo kaufst du gern ein?

P.S.: Das alles ändert natürlich nichts daran, dass das ganze Zeug nach wie vor nicht zusammenpasst und auch noch der Schrankplatz knapp wird!

Veröffentlicht in Blog

3 Gedanken zu “Fotogeschirr oder: Die Blogger-Krankheit

  1. Du gestattest, dass ich herzlich lache?!
    Ich gestehe hiermit, dass auch ich einige Einzelstücke ausschliesslich zum Fotografieren besitze. Aber eigentlich wird nur wenig davon wirklich eingesetzt, weil sich ein paar dieser Teile unter der Kamera überhaupt nicht gut machen (wie beim Kauf gedacht!): schwarz glasierter Teller (viel zu viele Lichtreflexe!), oder eine dreieckige Schüssel, die nur in ihrer Gänze abgebildet werden kann (beschnitten sieht das einfach blöd aus!). Und noch so ein paar …
    Mittlerweile verwende ich mein weisses Porzellan, das jeden Tag auf den Tisch kommt. Mal rund, mal quadratisch. Damit entsteht nicht zuletzt eine gewisse Linie. Auf Accessoires verzichte ich – ausser mal einem Besteckteil – ganz.
    Seit einiger Zeit habe ich damit begonnen, die Gerichte nur noch von oben mit fix montierter Kamera aufzunehmen. Das geht schnell, denn ich will schliesslich auch warm essen.
    Damit das Foodbild auch in mein Layout passt, denke ich beim Anrichten, wie die Aufnahme später beschnitten werden kann: die einzige Bildbearbeitung, die ich betreibe.
    Aber eben: das müssen alle für sich und ihre Blogs selber ausmachen!
    FEL!X

    1. Bitte, bitte – tu dir keinen Zwang an!
      Ich habe auch einen schwarzen Teller, der auf Fotos einfach nicht gut aussieht … Er reflektiert merkwürdig und ist auch noch quadratisch, sieht also bei allem anderen als von oben fotografiert blöd aus. Erst gestern habe ich mir drei rosa Teller gekauft, die ich vor allem hübsch fand. Ob und wie ich die auf Fotos einsetzen kann … ich weiß noch nicht.

      Einige meiner Gerichte funktionieren von oben einfach nicht so gut, darum variiere ich hier tatsächlich. Anfangs habe ich fast nur von oben fotografiert und bei vielen Gerichten finde ich es nach wie vor am praktischsten – aber eben nicht immer.

      Danke für deine Einblicke!

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